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Sauerland
Geologie, Naturschutz
Kalkindustrie

11.01.2016

Patrick Mösch
Naturschutzzentrum Märkischer Kreis
Steinbruch Helmke
Iserlohn, Deutschland 2016

Vom Schrottplatz zum Biotop

Kalkstein befeuerte zusammen mit Erzen Stahlöfen, wird für die Zementproduktion und sogar für Zahnpasta verwendet. Industrieller Kalksteinabbbau erfolgte seit 1850, die großen Abbaugebiete in NRW waren/sind das östliche Rheinland, der nördliche Teutoburger Wald und die Gegend um Iserlohn. Der Abbau veränderte die Landschaft, aus engen Schluchten wurden weite Täler. An der Talflanke des Lennetals haben die Rheinisch-Westfälischen-Kalkwerke viele Jahrzehnte das begehrte Karbonatgestein abgebaut, wodurch sich die Hänge in Letmathe, bei Iserlohn, nach und nach zu bizarren Felslandschaften entwickelt haben…

Der Steinbruch Helmke wurde jahrelang als Lager- und Schrottplatz missbraucht. Die Errichtung einer offiziellen Entsorgungsstätte konnte erfolgreich verhindert werden. Heute ist er ein Biotop, in dem kalkliebende Pflanzen wie Fransenenzian, Bienenragwurz und Tiere wie Kleinspecht, Turmfalke, Schlingnatter, Geburtshelferkröte, Neuntöter, auch der Uhu gut überleben können.

Die NRW-Stiftung unterstützte den Förderverein Naturschutz Märkischer Kreis beim Kauf des Steinbruchs Helmke.

Patrick Mösch, 26, kam über den „Ein-Euro-Job“ zum Naturschutz Märkischer Kreis, absolvierte den Bundes-Freiwiiligen-Dienst und ist seit 2013 fest angestellt. Er ist in der Außenpflege tätig, liebt die Arbeit in der Natur und sorgt dafür, dass die Helmke nicht zuwächst.

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