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Nördliches Sauerland
Geologie
Höhlenforschung

01.12.2015

Dr. Stefan Niggemann, Corinna Hoff & Rasmus Dreyer
Team der Dechenhöhle
Iserlohn–Letmathe, Sauerland, Deutschland 2015

Orgelpfeifen in der Tiefe

Die Dechenhöhle wurde 1868 von Eisenbahnarbeitern entdeckt, die bei Fels-Sicherungsarbeiten an der Bahnstrecke Letmathe-Iserlohn ihren Hammer in einem Felsspalt verloren hatten. Sie ließen sich an einem Seil den Felsspalt hinab und standen plötzlich in einer riesigen wunderschönen Tropfsteinhöhle, die sich weit verzweigt in den Berg hinein fortsetzte. Die Dechenhöhle wurde nach dem Bonner Geologen Heinrich von Dechen (1800-1889) benannt.Von 1869 bis heute besichtigten über 14 Millionen Menschen die faszinierende Tropfsteinhöhle. Sie war bis 1983 im Eigentum privater und staatlicher Eisenbahngesellschaften, zuletzt der Deutschen Bundesbahn, und sie gehört heute dem Märkischen Kreis und der Stadt Iserlohn über die Märkische-Kommunale-Wirtschafts-GmbH. 

Der Geologe Dr. Stefan Niggemann, 47, ist Pächter und betreibt die Dechenhöhle effizient und in freundschaftlicher Zusammenarbeit mit nur drei hochmotivierten Mitarbeitern. Sie ermöglichen der Öffentlichkeit den Zugang zu Höhle und Museum, sowie vermitteln den Besuchern verständlich alle relevanten Inhalte zum Thema. Darüber hinaus forschen sie in und um die Dechenhöhle und liefern so fortlaufend wissenschaftliche Erkenntnisse zu Geologie, Paläontologie, zu Ur- und Frühgeschichte.

Die NRW-Stiftung hat die Erneuerung der Beleuchtungsanlage in der Höhle, sowie Einrichtung und Erweiterung der Dauerausstellung im Höhlenkunde-Museum gefördert.

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