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Geobotanik, Naturschutz
Narzissenblüte

19.04.2016

Narzissenblüte
Perlenbachtal
Monschau–Kalterherberg, Deutschland 2016

Narzissenblüte

Wenn im Rheintal schon vieles blüht, sind in der Eifel die Bäume noch kahl. Bis mit gewaltiger Kraft die Narzissenblüte im Perlenbachtal, bei Monschau–Kalterherberg, beginnt.

Hier in der NRW–Eifel wurde vor 30 Jahren der Vertragsnaturschutz erfunden. Unter Vertragsnaturschutz versteht man eine Strategie der Naturschutzbehörden, die Kulturlandschaft und bestimmte Lebensräume für Tiere und Pflanzen im freiwilligen Zusammenwirken mit Grundstücksbesitzern zu erhalten.

Wenn also Landwirte auf eine extensive landwirtschaftliche Nutzung ihrer Flächen verzichten und diese im Einklang mit dem Naturschutz begrenzt bewirtschaften, erhalten sie Ausgleichszahlungen. Der Vertragsnaturschutz wurde in NRW erfunden und in der Eifel erprobt, danach wurde das Modell von vielen Bundesländern übernommen.

Der erste Versuch, 1978 bis 1980, hatte die natürliche Erhaltung der Ackerrandstreifen zum Gegenstand. Ein weiteres Pilotprojekt mit dem Schwerpunkt auf Wiesen– und Weideflächen, das heißt tierschonendes Mähen und/oder Mahd zu bestimmten Zeitpunkten, erfolgte 1985 und umfasste Teile des Bergischen Landes, der Eifel und des Sauerlandes.

Einer der Hauptinitiatoren für den Vertragsnaturschutz war der Biologe Prof. Dr. Wolfgang Schumacher, 71 Jahre.

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