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Südwestfalen
Automobilindustrie
Arbeitgeberverband

21.07.2016

Arndt G. Kirchhoff
Ingenieur & Betriebswirt
Kirchhoff Holding GmbH & Co. KG
Attendorn, Deutschland 2016

1785 als Nadelfabrik gegründet

Arndt Kirchhoff ist seit Juni 2016 der Präsident der Landesvereinigung der Unternehmerverbände Nordrhein-Westfalen und seit 2014 der Arbeitgeberpräsident des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie NRW. Das Familienunternehmen Kirchhoff ist über 230 Jahre alt und wurde 1785 als Nadelfabrik in Iserlohn gegründet. Es beschäftigt 11.000 Mitarbeiter in 30 Werken, verteilt auf 11 Länder in 3 Kontinenten. Die Unternehmensgruppe produziert Metallteile für das Skelett von Automobilen für nahezu alle führenden Marken. Die Kirchhoff-Gruppe startet und bezahlt innovative und zukunftsorientierte Forschungsprojekte, die in Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungsinstituten u. a. der RWTH Aachen oder dem Fraunhofer Institut realisiert werden. So konnten die Prozessketten beim Neuwerkzeug-Bau synchronisiert und standardisiert werden. Und es gelang ein Elektromobil, den »Street-Scooter«, zu bauen. Ohne Motor, Getriebe, Tank, Abgasanlage, fahrtüchtig mit europäischer Zulassung, nach den Normen, die der TÜV vorgibt. Heute ist das Fahrzeug in Betrieb der Deutschen Post (u. a. in Aachen), die ein Vorreiter ist, wenn es um Flottenmobilität mit Elektroautos geht.

Zuhause?
Ich bin in Essen im Ruhrgebiet, auf Kohle geboren. Vom Gefühl her Europäer, bin ich besonders mit Westfalen verbunden.

Lebenswert?
Frieden und die Chance, einer guten Arbeit nachzugehen. Freude haben, nicht nur in der Familie und Freizeit, sondern auch im Arbeitsalltag.

Nicht lebenswert?
Intoleranz und Inkonsequenz, schlechte Laune. Wenn man Spaß an der Arbeit und in der Freizeit hat, lebt es sich besser und gesünder.

Glück?
1989, als die Mauer fiel. Unsere Unternehmensgruppe hat davon profitiert, da wir viele gut ausgebildete Menschen im Osten von Deutschland fanden. Jeder in Deutschland hat profitiert, das ist am Wohlstand messbar.

Unglück?
Wenn ich manchmal keine Lösung und Perspektive erkennen kann, fühle ich mich schlecht. Aber von Unglück zu reden, wäre ein zu großes Wort.

Wunsch?
Auf die Zukunft der Mobilität gut vorbereitet zu sein. Angst? Dass Europa auseinander bricht und wir den Frieden, den wir seit 70 Jahren erfahren, nicht fortführen könnten.

Change?
Wir müssen die Menschen in der Welt besser auszubilden. Wir sollten nach einem kulturübergreifenden Wertekanon leben. Keine Kinderarbeit, keine Ausbeutung, kein Rassismus, kein Unterschied zwischen den Geschlechtern!

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