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Darstellende Kunst, Soziales
Entertainment, Kinderrechte

17.05.2005

Herman van Veen
Kabarettist, Entertainer und Liedermacher,
Kieswerk Kessel, Deutschland 2005
(Gocher Serie)

Eine Welt voller Möglichkeiten

Herman van Veen gründete 2003 die Herman van Veen Stiftung Deutschland. Zweck der Stiftung ist es, Kinder und Jugendliche, wo auch immer in der Welt, bei ihrer Entwicklung zu begleiten, damit sie ihre Talente und Begabungen entfalten können. Ein Schwerpunkt ist die Förderung körperlich, geistig oder psychisch-sozial behinderter Kinder und Jugendlicher. Herman hat auf dem Baggersee »Goch-Ness« Platz genommen. Vis-à-vis befindet sich das Grundstück, auf dem einmal das Alfred-Jodocus-Kwak-Haus gebaut werden soll, wo Kinder mit und ohne Behinderung zusammen mit ihren Familien Urlaub machen können.

Lebenswert?
Die Wunder des Tages. Du wachst jeden Tag auf, schiebst die Gardinen zurück und eine Welt von Möglichkeiten tut sich auf.

Glück?
Ich saß mal am Flughafen mit meiner Geige. Es war früher morgen, die Riesenhalle war komplett leer. Da kam eine wunderschöne Frau mit roten Haaren auf mich zu und setzte sich neben mich. Wir haben drei Minuten gegenseitig unsere Schultern gespürt. Es hat mich total bewegt. Ich wusste, das ist meine Frau. Aber dann ist sie gegangen ohne sich umzuschauen. Gut so, es hätte mein ganzes Leben über den Haufen geworfen.

Unglück?
Es war in Manila auf den Philippinen, ich hatte ein schönes weißes Hemd an und trug auch eine weiße Hose. Ich wollte einen Freund im Krankenhaus besuchen. Auf der Treppe waren viele Menschen, die hinein wollten, doch nicht durften, weil sie kein Geld hatten. Eine Frau dachte, ich sei ein Arzt und reichte mir ihr Kind mit der Bitte, etwas zu unternehmen. Dann musste ich ihr sagen: Das Kind ist tot. Das hat mein Leben verändert.

Wunsch?
Weltfrieden! Vater und Mutter haben mich gelehrt, dass man sich bei jeder Sternschnuppe etwas wünschen darf. Ich wünsche mir immer Weltfrieden. Aber ich wünsche es wohl nicht intensiv genug.

Tod?
Das Leben geht weiter. Die Frage ist, ob wir uns dessen tatsächlich bewusst sind und bleiben. Es ist auch nicht wichtig. Meine Eltern sind gestorben und viele Freunde sind auch schon tot. Ich denke an sie. Ich erinnere mich an sie und sie erinnern sich an mich. Es gibt da einen Kreis und den wird es ewig geben.