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Südliches Münsterland/Ruhrgebiet
Bergbaugeschichte
Interkulturelles Gartenprojekt

31.08.2015

Gemeinschaft Interkultureller Siedlungsgarten
Zechensiedlung Fürst Leopold
Dorsten, Münsterland/Ruhrgebiet, Deutschland 2015

Garten für Love & Peace

Urbane Gartenprojekte liegen im Trend: Junge Leute tragen sich auf Wartelisten für Schrebergärten ein, Alternative bepflanzen illegal Brachland in den Großstädten und kollektive Gartenarbeit stimuliert das soziale Klima in den Stadtteilen positiv.

Familien verschiedener Nationalitäten, Alleinerziehende und Singles, Deutsche und Migranten, junge und alte Menschen bewirtschaften den »Interkulturellen Siedlungsgarten Fürst Leopold«. Der Nutzgarten in der historische Zechensiedlung ist ein Projekt des Vereins für Bergbau–, Industrie– und Sozialgeschichte Dorsten e.V. und macht ein Stück lokale Historie lebendig. 

Die Geschichte der Zechensiedlung Fürst Leopold vis–à–vis des Bergwerks Fürst Leopold in Dorsten (Architekt Hans Werner Eggeling) beginnt 1911 und 1920 hatte die Siedlung etwa 5000 Bewohner. Zu jeder Wohnung gehörte ein Nutzgarten für die Selbstversorgung der Familien mit Produkten aus dem eigenen Garten. So entstand in den Haushalten kein Biomüll. Alles, was nicht in der Küche verwertet werden konnte, landete auf dem Komposthaufen im Garten– oder im Stall hinter dem Haus im Schweinetrog.

Die denkmalgeschützte Siedlung Fürst Leopold befindet sich im Besitz der Vivawest Wohnen GmbH, an der die RAG–Stiftung (30%) und die RAG Aktiengesellschaft (18,2%) beteiligt sind. Vivawest ist mit einem Bestand von rund 120.000 Wohnungen Branchenführer in NRW.

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