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Ruhrgebiet
Arbeit, Bergbau, Kohle, Industrie
RAG

20.04.2013

»Schwarzkaue« Abbau-Team
Ralf Gers, Dirk Ruhrlaender, Andreas Hueyng, Hueseyin Al, Ralf Fröhlich, Claudius Kollassa, Michael Rennhoff, Torsten Ortwein, Yusuf Bayrakci, Sener Dogan und Lutz Kollin
Bergwerk Prosper-Haniel
Bottrop, Deutschland 2013

Auf Kohle geboren.

Das Ende einer 150 Jahre währenden Epoche:


Wenn Ende 2015 die Zeche Auguste Victoria den Betrieb einstellt, wird Prosper Haniel (bis 2018) das letzte Bergwerk im Ruhrgebiet sein. Hier arbeiten ca. 4 Tausend Kumpel, die drei Mio. Tonnen Steinkohle fördern. Im Jahr 1950 förderten noch 143 Bergwerke mit etwa 450 Tausend Beschäftigten über 100 Mio. Tonnen Steinkohle. Das Ruhrgbiet wird zur Keimzelle der Europäischen Union: Mit dem Vertrag über die Montanunion (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl) wurde 1951 der Grundstein für die EU gelegt und das Wirtschaftswunder kommt in Gang.

Die Waschkaue besteht aus zwei identischen Umkleidehallen (»Weißkaue« und »Schwarzkaue«), zwischen denen sich Duschen befinden. Nach der Arbeitsschicht wird die verdreckte Kleidung in der Schwarzkaue ausgezogen, an den sogenannten »Püngelhaken«/Korb gehängt und an einer Kette mehrere Meter bis unter die Decke gezogen. Die Kette wird mit einem Schloss gesichert. Der Bergmann geht nackt zu den Duschräumen. Dort wäscht und »buckelt« sich der Kumpel, das heißt, man wäscht sich gegenseitig den Kohlenstaub vom Rücken. Nach dem Duschen geht es in die Weißkaue und man zieht die saubere Freizeitkleidung an, die ebensolchen Körben unter der Decke hängt. Die Aufbewahrung unter der Decke sichert vor Diebstahl, spart Platz, ist staubarm und die Kleidung wird gelüftet und getrocknet.

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