heimat.nrw
Nordrhein-Westfalen
Menü Menü
Ostwestfalen–Lippe
Ökologie, Fauna
Naturschutzgebiet Moosheide, Wildpferde

13.08.2015

Josefine Kienitz
Wildbahnprojekt Sennepferde
Naturschutzgebiet Moosheide
Hövelhof, Ostwestfalen–Lippe, Deutschland 2015

Alle Mädchen lieben Pferde.

Josefine Kienitz, 18, besitzt selbst Pferde und absolviert ein freiwilliges ökologisches Jahr an der Biologischen Station Paderborn-Senne e.V., die das Projekt »Senner Pferde« im Naturschutzgebiet Moosheide betreibt. 

Das Landschaftsbild soll durch die Beweidung der Senner Pferde, die ganzjährig in der Wildbahn gehalten werden, erhalten bleiben. Senner sind die älteste Pferde-Kulturrasse Deutschlands, ihr Bestand wird in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. als extrem gefährdet eingestuft. Die Senner Pferde lebten über Jahrtausende frei in der Senne und im Teutoburger Wald und prägten die Landschaft.

Angeblich gehen die ersten Senner auf die Varus–Schlacht im Teutoburger Wald 9 n.Chr. zurück, es soll sich um entlaufene Pferde der aufgeriebenen römischen Legionen handeln. Urkundlich erwähnt erstmals 1160, wurden im 17. Jahrhundert Araber eingekreuzt. Aufgrund der halbwilden Haltung sind die Senner schnell, wendig, ausdauernd, trittsicher und fanden deshalb Verwendung in der Kavallerie.

Zum Videointerview ›