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Radioastronomie

22.10.2015

Radioteleskop Effelsberg
Max Planck Institut
Bad Münstereifel, Nordeifel, Deutschland 2015

11 Milliarden Lichtjahre & 3,5 Millimeter

Das Radioteleskop Effelsberg sieht nichts! Empfängt aber Radiowellen aus bis zu 12 Milliarden Lichtjahren Entfernung!

Es hat einen Durchmesser von 100 m und die 3200 Tonnen schwere Parabolantenne kann Radiowellen im Bereich von 3,5 Millimeter bis 90 Zentimeter Wellenlänge empfangen. Der Parabolspiegel kann sich binnen zwölf Minuten um 360 Grad drehen und lässt sich in knapp sechs Minuten um nahezu 90 Grad kippen, eine technische Meisterleistung, die den Erfahrungen aus dem Bergbau in NRW geschuldet ist.

Das Radioteleskop Effelsberg ermöglicht die Observation des gesamten Himmels über dem irdischen Horizont. Es wird zur Beobachtung von Pulsaren, kalten Gas- und Staubwolken, Sternentstehungs-Gebieten, von Schwarzen Löchern ausgehenden Materiejets und Kernen ferner Galaxien eingesetzt.

Institutsdirektor Michael Kramer sagt: »Es ist immer noch das größte Teleskop in Europa. Die 100-Meter-Antenne funktioniert, dank digitaler Technik, besser als je zuvor.«

Einer der größten Erfolge in der Geschichte des Teleskop–Giganten gelang im Jahr 2008: Damals stellten Bonner Astronomen in Effelsberg einen neuen Weltrekord bei der Suche nach dem am weitesten entfernten Wasser im Universum auf. Fündig wurden sie in einer Distanz von 11,1 Milliarden Lichtjahren.